Category: Politik

  • CDU-Parteitag fordert Erhöhung des Elterngelds

    CDU-Parteitag fordert Erhöhung des Elterngelds

    CDU-Parteitag fordert Erhöhung des Elterngelds

    Der CDU-Parteitag hat für eine Reform des Elterngelds gestimmt. Die Delegierten folgten damit einem Antrag der Jungen Union. Der Antrag sieht vor, die Grundbeträge für das Elterngeld zu erhöhen und die jüngste Senkung der Einkommensgrenzen, bis zu denen Eltern Anspruch auf Elterngeld haben, rückgängig zu machen. Diese waren seit 2023 schrittweise reduziert worden: zunächst auf 200 000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen für Geburten ab 2024, danach auf 175 000 Euro für Geburten seit April 2025.

    Die Antragskommission hatte eigentlich vorgeschlagen, den Antrag zunächst an die Bundestagsfraktion weiterzureichen, wurde aber überstimmt. Sie verwies auf die angespannte Haushaltslage und warnte, ein entsprechender Beschluss könne den Verhandlungsspielraum gegenüber dem Koalitionspartner SPD einschränken.

  • Merz kündigt Koalitionsvorschlag für Steinmeier-Nachfolge an

    Merz kündigt Koalitionsvorschlag für Steinmeier-Nachfolge an

    Bundeskanzler Friedrich Merz will nach den Landtagswahlen im September zusammen mit den Parteivorsitzenden von CSU und SPD einen Vorschlag für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier machen, der Anfang nächsten Jahres ausscheidet. „Ich möchte, dass wir eine Persönlichkeit in dieses Amt wählen, die das Land in der ganzen Breite repräsentiert“, sagte er dem Fernsehsender Phoenix. „Und ich möchte, dass wir eine Persönlichkeit in dieses Amt wählen, die auch Orientierung gibt, auch in schwierigen Zeiten.“

    Die zweite Amtszeit von Bundespräsident Steinmeier endet am 18. März 2027. Er kann nicht wiedergewählt werden. Ein Datum für die Bundespräsidentenwahl steht noch nicht fest. Einem Bericht des Magazins Spiegel zufolge streben Union und SPD den 30. Januar 2027 an. Auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa bestätigte der Bundestag den Termin nicht. Eine Entscheidung soll voraussichtlich im Ältestenrat des Bundestags in der kommenden Woche fallen.

    Der Bundespräsident oder die Bundespräsidentin wird von der Bundesversammlung gewählt, die aus allen 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Wahlleuten besteht, die von den Landesparlamenten bestimmt werden. Die letzten Landtagswahlen dieses Jahres finden am 20. September statt. Erst danach sind die Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung klar.

    Die Nominierung eines Kandidaten oder einer Kandidatin sollte daher laut Merz „mit Rücksicht, auch Respekt vor den Landtagswahlen“ erst danach fallen. Auch SPD-Chef Lars Klingbeil hat sich bereits für einen gemeinsamen Vorschlag der schwarz-roten Koalition ausgesprochen.

    CDU beendet Parteitag

    Die CDU hat ihren Bundesparteitag abgeschlossen. Insgesamt lagen bei dem zweitägigen Treffen in Stuttgart 270 Anträge vor. Die etwa 1000 Delegierten sprachen sich unter anderem für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren aus. Auch das Vorantreiben einer bundesweiten Regelung für Handyverbote an Schulen wurde beschlossen.

    Ebenfalls Zustimmung fand der Vorschlag der Jungen Union, das Elterngeld zu erhöhen. Die Vorschläge der Jugendorganisation zur Rente, etwa die Abschaffung der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren, konnten die Mehrheit der Delegierten indes nicht überzeugen. Zustimmung fand zudem ein abgemilderter Antrag der Mittelstandsunion, wonach der Teilzeitanspruch künftig besser geordnet werden soll.

    Auch die telefonische Krankschreibung will die CDU abschaffen. Die Kosten für Empfänger von Grundsicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung will die Partei künftig aus Steuermitteln finanzieren.

    Abgeschmettert wurde der Vorstoß aus Schleswig-Holstein, eine Steuer auf stark zuckerhaltige Getränke einzuführen. Begründet wurde es von zahlreichen CDU-Delegierten damit, dass es mehr Aufklärung statt Verbote brauche.

  • So macht man Politik gegen die Menschen im Land“, sagt der Grüne über den CDU-Plan

    So macht man Politik gegen die Menschen im Land“, sagt der Grüne über den CDU-Plan

    Dobrindt: Asylbewerber sollen schnell arbeiten können

    Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will Asylbewerber schneller in Arbeit bringen. Er habe einen „Sofort-in-Arbeit-Plan“ erarbeiten lassen, sagte er der Bild am Sonntag. „Wer hierherkommt, soll arbeiten können – und zwar schnell.“ Die beste Integration sei die in die Arbeitswelt. „Das Ziel ist Teilhabe durch Tätigkeit“, sagte der CSU-Politiker. Nach Angaben der Zeitung sollen Asylbewerber nach drei Monaten Aufenthalt in Deutschland arbeiten dürfen, auch wenn ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Eine Arbeitspflicht solle es aber nicht geben.

    Eine Sprecherin Dobrindts sagte nach Angaben der Bild: „Die neuen Regeln ändern nichts am Ablauf und Ausgang des Asylverfahrens.“ Ob jemand arbeitet oder nicht, habe keinen Einfluss auf die abschließende Entscheidung über Schutz oder Ablehnung. Das Verfahren laufe unabhängig davon weiter. Ausdrücklich nicht profitieren sollen demnach „bereits abgelehnte Asylbewerber und Personen, die im Verfahren nicht mitwirken, also ihre Identität verschleiern oder über Fluchtgründe täuschen“.

    Arbeitende Asylbewerber dürften ihren Verdienst grundsätzlich behalten, sagte die Sprecherin laut Bild weiter. „Beziehen sie Sozialleistungen, wird der Verdienst angerechnet, etwa für die Unterkunft.“

    Die Bundesagentur für Arbeit beschreibt in einem Merkblatt, wie die Situation derzeit geregelt ist. Darin heißt es unter Bezug auf das Asylgesetz: „Eine Zustimmung zur Ausübung einer Beschäftigung kann Personen mit Duldung und Asylbewerberinnen und Asylbewerbern erteilt werden, wenn sie sich seit drei Monaten rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten.“ Solange Asylbewerberinnen und Asylbewerber jedoch verpflichtet seien, in der Aufnahmeeinrichtung zu wohnen, dürften sie keiner Beschäftigung nachgehen. „Die Wartezeit kann deshalb bis zu sechs Monate betragen.“ Asylbewerber aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten seien allerdings verpflichtet, während der gesamten Dauer des Asylverfahrens in der Aufnahmeeinrichtung zu wohnen.

    Merz will mit Trump in Washington über Zölle sprechen

    Kanzler Friedrich Merz will in wenigen Tagen in Washington mit US-Präsident Donald Trump über die Zollpolitik sprechen. „Wir werden hierzu auch eine ganz klare europäische Haltung haben“, sagte der CDU-Politiker der ARD. Er werde in gut einer Woche in Washington sein. Davor werde man sich in der Europäischen Union abstimmen. Zollpolitik sei Sache der Europäischen Union, nicht einzelner Mitgliedstaaten. „Ich werde hier mit einer abgestimmten europäischen Position nach Washington gehen.“

    Die Reise ist schon länger geplant, war bisher aber noch nicht offiziell angekündigt. Es hatte aber schon Medienberichte darüber gegeben. Merz hatte Trump im Juni 2025 das erste und bisher einzige Mal im Weißen Haus in Washington besucht.

    „Ich werde versuchen, der amerikanischen Regierung deutlich zu machen, dass Zölle allen schaden“, betonte Merz. Zölle schadeten vor allem dem Land, das sie erhebe, denn die Verbraucher dort zahlten die Zölle.

    Merz nannte die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA „interessant“. Es sei von vielen erwartet worden, dass der Supreme Court der Regierung Grenzen aufzeige in der Zollpolitik, sagte der Kanzler. Die Entscheidung beträfe aber nicht die Sektorzölle für bestimmte Branchen, sondern den allgemeinen Zollsatz, den Trump eingeführt habe.